Ruhe vor...

Ein unerwartet ruhiges Wochenende liegt hinter uns und es scheint ein weiterhin ruhiger Montag zu sein. Die Republikanische Partei hat wirklich auf die Nomnierung eines eigenen Kandidaten für das Amt des Premiers  verzichtet, und wenn jetzt nicht noch irgendeine Überraschung bis zur Deadline für Nominierungen heute Nacht hervorspringt, wird Pashinyan der einzige Kandidat sein. (Dabei habe ich neulich eine Frau getroffen, die dafür Werbung machte, dass sich einfach ganz Armenien als Premier zur Wahl stellen läßt, um das ganze System zu verwirren. Auch nicht wahnsinniger als andere Ideen. Wäre verfassungsmäßig wohl sogar drin.)

Zwei Möglichkeiten gibt es morgen:
1) Mindestens sechs Abgeordnete der Republikanischen Partei stimmen für Pashinyan. Große Siegesfeier. Pashinyan nutzt seine Macht, um das Wahlrecht zu ändern (wie, ist mir nicht ganz klar, aber es ist aktuell zu günstig für die Regierungspartei) und setzt dann Neuwahlen an. Regieren wird er mit einer Minderheitenregierung ohnehin nicht allzu lange.
2) Die Republikanische Partei stimmt geschlossen gegen Pashinyan bzw. es gibt nicht die benötigten sechs Abweichler. Große Demonstrationen, es bleibt die Frage, wie lange noch friedlich. Die Repiblikanische Partei blockiert so lange (eine Woche), dass sie dann Neuwahlen ansetzen muss. Das Wahlrecht bleibt, wie es ist.

Ich bin ja skeptisch. Einfach weil ich immer pessimistisch bin. Weil Dinge, die zu gut sind, um wahr zu sein, oft eben auch nicht wahr sind. Oder eben nicht zu gut. Man wird sehen.  - Also das Reisekind und ich nicht, denn ich bin mittlerweile sogar für Siegesfeiern zu müde. Wir fahren heute ein paar Tage ins ruhige Georgien. Hier also sie (hoffentlich) letzten Bilder der Armenischen Revolution. Das nächste Mal etwas Tourismus.

Straßenpicknick am Sonntag

Die Fahnen werden auch immer größer.

Neues Graffiti - Anklage, Feststellung oder frommer Wunsch?


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