12 von 12 - am 13.

Einer meiner Vorsätze für den Blog war es, mich mal an einer dieser gemeinsamen Blogaktionen zu einem Thema zu beteiligen. 12 von 12, also die von 'Draußen nur Kännchen' verlangten zwölf Bilder vom 12. des Monats schien mir da am einfachsten. Dass ich dabei weder meine schlechte Handykamera noch eine ewig langsame Internetverbindung in einem armenischen Dorf einkalkuliert habe, ist ein weiterer Beweis, dass ich vor lauter Müdigkeit wohl doch noch nicht ganz angekommen bin. Aber jetzt sind hoffentlich alle Bilder da und nicht schön, aber wirklich selten.
Morgens als erstes die Pässe vom Reisebaby und mir mit den beglaubigten Übersetzungen beim Übersetzungsbüro/Notariat abgeholt. Dass der Übersetzer kein Wort einer anderen Sprache als Armenisch spricht, beunruhigt mich zwar etwas, aber es geht ja um den Schein. Und den habe ich jetzt.
Für Armenisch-Könner habe bin ich jetzt nicht mehr anonym. Na, das riskiere ich dann jetzt mal.
Danach schnell zu Russisch, wo es zum Glück nicht nur Grammatik, sondern auch armenischen Kaffee und Konfekt gibt, ich habe nämlich mal wieder vergessen zu frühstücken. Falls sich jemand wundert, warum ich lieber mein Russisch noch weiter verbessere als Armenisch zu lernen: Bild 1 sagt doch genug, oder? Und ehrlich: Mein Russisch kann es auch brauchen.




Um nicht gleich vom Essen zum nächsten Essen zu kommen, schiebe ich ein Bild ein, dass auf dem Rückweg vor dem Nationalmuseum entstanden ist. Soldaten sind ein üblicher Anblick in Yerevan, aber dieser Museumsausflug war schon ungewöhnlich. Gut getarnt sind die Jungs ja. (Ton in Ton, Bild 1)



Eines der besten Dinge, dass ich über meine neue Wohnung sagen kann, ist, dass der beste Crêpestand Yerevans keine fünf Minuten zu Fuß entfernt ist. Ich kenne ihn seit 2011, als er - glaube ich - auch der einzige war, aber er ist immer noch super. Ich nehme zwei zum Mittagsimbiss mit.



Zuhause hat die gerade angekommene Oma sich nützlich gemacht und den Hochstuhl aufgebaut. Perfekt, da kann das Reisebaby gleich mit Crêpe essen.


Dann Aufbruch nach Areni. Ich bin bei meinen Yerevan-Aufenthalten in den letzten Jahren ja nie aus der Stadt rausgekommen und jetzt habe ich endlich mal die Gelegenheit auch mit Kind rauszukommen. Das Reisebaby ist wenig begeistert und meckert und brüllt fast zwanzig Minuten, bis es endlich in den Mittagsschlaf findet. Danach traue ich mich nicht mehr, den Fahrer an einem Obststände an der Straße halten zu lassen, um einzukaufen. Also nur ein Bild aus dem Autofenster.

 

Dafür noch das Modegeschäft an der Tankstelle, an der wir dann doch halten mussten, um zu tanken, und dafür aus dem Auto mussten. Danach war das Reisebaby natürlich wach.


Zum Glück war es dann nicht mehr weit bis zu unserem Ziel. Foto 'Ton in Ton' 2. Wer findet die Kirche?


Areni ist berühmt für seinen Wein und tatsächlich ist an jeder Ecke eine Weinfabrik. Unser Bed&Breakfast hat auch eine Wein-Deko am Eingang.


Ich bin todmüde und will eigentlich nur schlafen, aber das Reisebaby ist munter und so schön ist das Zimmer nun auch nicht, deshalb brechen wir doch noch auf, besichtigen eine der vielen Weinfabriken und genießen die Abendstimmung mit Regenbogen.


Auch ohne Weinprobe wird man hier schon vom Geruch betrunken. 


Das absolute Highlight fürs Kind ist aber das Nachhausekommen der Kühe im Dorf. Gegen sechs trotten die Tiere alleine von der Weide zurück ins Dorf, werden von ihren vor der Tür wartenden Besitzern abgefangen und in den Stall gebracht. Aus Kirgistan kenne ich das sogar als Zeitangabe: Wenn die Kühe nach hause kommen. Ich frage mich, wie das Reisebaby später wohl auf deutsche "Auf dem Bauernhof"- Bilderbücher reagieren wird.



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