Telavi - mehr als ein Zwischenstopp


Im Moment scheine ich nur entweder bildfreie Posts zu schaffen, wenn ich nämlich Zeit habe, aber nur eine schlechte Internetverbindung, oder Posts nur mit Bildern, wenn ich in Tbilisi zwar eine gute Internetverbindung, aber eben kaum Zeit habe. Oder wie jetzt wegen einer beginnenden Erkältung unbedingt ins Bett will. Deshalb nur ein paar Bilder zu unserem Zwischenstopp in der viertgrößten Stadt Georgiens, Telavi, an der "Georgischen Weinstraße", Nach zwei Tagen im europäischen Hotel war ich froh, wieder im klassischen georgischen Homestay gelandet zu sein und auch Telavi entpuppte sich als wesentlich netter als ich das von einem Zwischenstopp, von dem aus ich noch ein paar andere Weinorte abklappern wollte, erwartet hätte. Vor allem der Blick über die Ebene zum Kaukasus ist toll und war von unserer Pension aus besonders schön (was leider bedeutete, dass wir oberhalb des Zentrums waren und der Aufstieg schon ziemlich anstrengend. Vor allem mit Kind um Tuch oder Wagen).
Vor allem architektonisch hat das Städtchen unerwartet viel zu bieten, vor allem, wenn man Sinn für manchmal auch schräge Kombinationen hat.

Klassizismus und (wiederaufgebaute) mittelalterliche Stadtmauer.

Zumindest in der Architektur hatte Stalinismus Sinn für Humor.
Anders ist das nicht zu erklären. 

Die Holzschnitzereien an den alten Häusern sind schön. Und jede anders.
Wer sich den Balkon nicht mehr leisten kann, weil die Familie zu groß wird
und das Wetter zu schlecht ist, muss eben improvisieren.

Das ist - ähh, was genau? Stalinismus meets alte Balkone, die dann
 modern verkleidet werden?
Irgendwie so.
Moderne Public Service Hall und alte Straße.
Auch hier stellt sich die Frage nach dem Humor.



Warum ist alles, was in Georgien renoviert wird, danach tot?
Nein, das ist keine rhetorische Frage, es beschäftigt mich wirklich
und nach dem kurzen Besuch in der Altstadt von Telavi mal wieder ganz besonders.

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