Neue Stadt, neue Kunst

Eine Nachtfahrt von Tbilisi und ich bin wieder in Jerevan. Bemerkenswert, dass die alten sowjetischen Züge, die immer noch alle gleich aussehen und klingen, doch in einem Punkt die Deutsche Bahn weit hinter sich gelassen haben. es gibt überall fries W-Lan. In der Grenzregion wackelte es etwas, aber sonst buchte meine britische Mitfahrerin ganz selbstverständlich ihren Rückflug während der Fahrt.
Jerevan sind vor allem alte Freunde, aber auch einiges Neues in der Stadt. Am auffallendsten ist die neue künstlerische Nutzung der alten sowjetischen Hofeinfahrten. Normalerweise eher schmutzig und dunkel, allenfalls mit etwas Werbung für Beschäfte und Werkstätten im Hinterhof, werden sie hier künstlerisch gestaltet: Landschaften und Straßenszenen mit eher europäischem Flair, manchmal doch noch als Werbung, manchmal einfach nur Traumszenen. In der Innenstadt zeichnet oft derselbe Künstler, in den Außenbezirken scheinen sich auch andere auszuprobieren. Nicht richtig Street Art und meine Jerewander Freunde fassen es sogar als ausdrückliche Beleidigung ihrer Street Art-Aktivitäten auf, denn natürlich zahlt die Stadtverwaltung und natürlich werden (politische) Graffiti auf den schön gestalteten Wänden nur von den Anwohnern besonders übel genommen. Aber trotzdem gefällt mir die Idee. Könnte in einigen Städten Schule machen. Sogar eine aserbaidschanische Freundin gefiel mein Facebook-Album mit den Bildern - für ungefähr zwei Minuten, dann hatte sie den Namen der Stadt realisiert. Ich hoffe, es hat niemand von ihren Freunden gemerkt.



Ein bisschen verwackelt, aber doch mein Liebling.

Die Belüftungsanlage kam wohl zu spät, um ins Bild integriert zu werden.



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