Sprung



Ganz großer Sprung. Aus dem goldenen Herbst und der trügerischen Idylle der Ukraine in den ebenso goldenen Herbst und die ebenso trügerische Idylle der Westtürkei. Dazwischen lag eine Nachtfahrt von Iwano-Frankiwsk nach Berlin, da die 15-stündige Tour tatsächlich die einzige Möglichkeit war, möglichst lange in der Ukraine zu bleiben und gleichzeitig noch 24 Stunden zum Wäschewaschen und Umpacken in Deutschland zu haben. 
Die Fahrt war gar nicht so schlimm, die fast zwei Stunden an der EU-Außengrenze zwischen Ukraine und Polen wurden durch drei Flaschen Krimsekt, die der Schaffner an alle außer dem Fahrer - hoffe ich zumindest - ausschenkte, versüßt. Ob es wirklich noch Krimsekt war, wurde heiß diskutiert, auf jeden Fall war es sehr alkoholisch, süß und prickelnd und sorgte dafür, dass ich auf zwei Sitzen zusammengerollt doch recht gut schlief. Voll war der Bus sowieso nicht. 
Nun also wieder mein schon vertrautes früheres griechisches Dorf nahe dem antiken Ephesos. Wieder ein kleines bisschen Nach-hause-kommen. Gefühlt unendlich weit weg von den Flüchtlingsströmen, die sich nur wenige Kilometer entfernt an den Küsten zur Überfahrt nach Europa bereit machen. 
Noch gibt es nicht so unendlich viel Neues von hier. Um den Sprung zu markieren hier also nur ein paar Muster von verschiedenen Orten in der Umgebung, die meisten schon im Frühjahr fotografiert. Mehr, was aus den Mustern wurde später. Ich habe aufmerksamkeitsheischende Begleitung.






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