Highline highlight

Ich habe wieder vieles nicht geschafft, was man nach Ansicht der meisten in New York machen sollte. Ich war nicht shoppen, nicht tanzen und eine Broadway-Show habe ich auch nicht gesehen. Ich habe nicht mal alles geschafft, was ich eigentlich wollte (das Museum for American Indian steht immer noch aus), aber ich war im Highline Park. Auf über zwei Kilometern zieht sich der Park auf einer ehemaligen Bahnlinie entlang - nicht ganz so hoch, wie ich es mir vorgestellt habe, aber das war mir nur recht (und eigentlich ist es logisch - warum sollten Hochbahnen ewig hoch über der Straße schweben?). Trotz des kalten Wetters waren viele Menschen unterwegs und ich fand die Stimmung sehr angenehm. Ja, ich weiß, dass die Anlage des Parks die Grundstückspreise in der Gegend hochgetrieben hat und die Gentrifizierung massiv ist. Aber das ist das Schönste am Reisen in westliche Regionen: ich kann mir sagen, dass ich nicht im Dienst bin und solche Projekte einfach genießen. Und ganz ehrlich: Bahntrassen zu Parks finde ich schon noch attraktiver als Bahnhöfe zu Kentucky Fried Chicken.


Trotz der Kälte doch schon ein paar Krokusse


Viele genießen die erste Sonne

Das beste aber sind die Blicke - die auf den Hudson, in die Straßen und die Fenster und Hinterhöfe, die an der Highline liegen. Ganz klar ist mir ja nicht, warum es die Mieten verdoppelt, wenn man mir in die Küche gucken kann, aber ich akzeptiere es jetzt mal.





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