Entlang der H Street Nord

Nun bin ich sogar schon zurück in Deutschland und komme trotzdem nicht dazu, meine letzten geplanten Einträge noch zu beenden. Das Jetlag hat mich erstaunlich fest im Griff, normalerweise geht das schneller (ok, normalerweise habe ich auch keine fünf Stunden Zeitunterschiede). Trotzdem hier ein leider unfertiger Weg durch Washington DC entlang der H Street im Norden der Stadt. Im Gegensatz zu den anderen Buchstabenstraßen scheint es nur sehr kurze Gegenstücke im Süden zu geben. Eine gute Ausrede, die nicht auch noch besucht zu haben. Aber ich bin ja schon mit dem Norden nicht ganz fertig geworden. 
Ich beginne ganz im Nordosten, wo in einem ziemlich heruntergekommenen Viertel nun zumindest ein oder zwei Blocks entlang eine neue Bar und Club-Kultur aufblüht. Am Sonnabend Abend auf der Suche nach einem Restaurant war ich davon nur bedingt überzeugt, aber es war entweder zu früh oder zu kalt. Oder beides. Sonntag morgen war dann eine noch ungünstigere Zeit. Nicht einmal die Kirchen wirkten wirklich lebendig und die meisten Läden blieben zu (das blieb aber auch am Montag so, offensichtlich ist der Leerstand ein Problem - Vorbote weiteren Abstiegs oder beginnender Gentrifizierung?)

H Street NE normal (bzw. Sonntag Vormittag)

H NE Street idealisiert


Die Gegend wird als hauptsächlich von Schwarzen bewohnt bezeichnet, aber "St. Paddy's Purim Simcha '14"
spricht dann doch für eine deutlich multikulturellere Bevölkerung

Tafeln entlang der H Street (und anderer Straßen im Viertel) erzählen von jüdischen,
deutschen, irischen und afro-amerikanischen Bewohnern des Viertels in den letzten
150 Jahren. Schöne Idee, sowas würde ich auch gerne mal machen

Nach der Überquerung der Bahntrasse hinter Union Station ist die H Street nun im Nordwesten eher unauffällig, so unauffällig, dass ich mich mehr auf den Straßenverlauf und die eigenartigen riesen Kreuzungen konzentrierte, als auch die Bebauung (ganz ehrlich - war da überhaupt eine?) Bis dann immer stärker China Town das Straßenbild zu prägen begann. Ja, ja es mag eines der kleinsten in den USA sein, aber ich habe nicht viele Vergleiche und die Übersetzung von Markennamen ins Chinesische hat für mich als Touristin ihren Reiz. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass zwar viele Geschäfte hier von Chinesen betrieben werden, dass Publikum aber vor allem weiß und schwarz ist. 
Ich hoffe einfach, dass das nicht mein letztes Mal in Washington ist (trotz allen Gemeckers über Transatlantikflüge) und ich es dann vielleicht das nächste Mal schaffe, die H Street ganz abzugehen.




Chinesischer Bogen und Amerikanische Feuerwehr
Jetzt wirds repräsentativ - und mir wirklich zu kalt!

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