Impressum (und sonst so einiges ueber mich)


Melanie Krebs
Yekmalyan Street 1/apt 13
Jerewan / Armenien
oestlichvonistanbul@gmail.com

Da meine Wohnadresse nicht einmal Briefkaesten hat, hier auch eine Postadresse:
Kreuznacher Straße 67

14197 Berlin


(Ja, auch verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV)

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Und sonst so...

Dieser Blog begann, weil ich von meinem Leben und meinen Reisen in einer Region erzählen wollte, die vielen Deutschen fremd ist: Kaukasus und Zentralasien, überhaupt die ehemalige Sowjetunion, die Türkei, leider viel zu selten auch arabischen Länder. Der Titel kam aus der Verlegenheit, eine Zusammenfassung zu finden, die auf alle Länder dieser vielfältigen Region passte. Anspielungen auf Religionen, Geschichte(n), Sprachen, Nationen erübrigten sich bei so viel Vielfalt von vornherein und Bezüge auf große Abenteuer hätte auch falsche Erwartungen geweckt. Ich halte mich nicht fuer besonders abendteuerlustig. Es geht hier mehr um Alltag, ein bisschen um Politik (vor allem mit Bezug auf Frauen - ja, ich bin Feministin! - und Zivilgesellschaft allgemein) und Kultur. Trotz manchem Brainstorming wurde auch (bisher) nichts besseres gefunden, als das mir manchmal zu kolonialistisch klingende "Östlich von Istanbul". Es passt auch, weil viele Jahre war Istanbul mein Drehkreuz, der Ort zwischen Deutschland und meiner anderen Heimat weiter östlich, war. Aber auch wenn Istanbul wohl immer ein ganz besonderer Ort für mich sein wird, wird es zumindest in den nächsten Jahren weniger Ort fuer Zwischenstopps sein. Schade, aber mein Zentrum heisst fuer die nächste Zeit Armenien und da gehen die Flüge nun mal leider nicht über die Türkei. (Nein - "Östlich von Kiew" ist KEINE Alternative!).

Obwohl ich viel unterwegs bin, sehe ich mich nicht wirklich als Reiseblogger – und nicht nur, weil ich beim Lesen anderer Reiseblogs das Gefuehl bekommen habe, dass dazu schon mehr Palmen gehören, als ich bieten kann. Und Sandstraende. Und exotisches Obst. Alles nicht so leicht zu finden hier - und meistens vermisse ich es auch nicht. Ich fühle mich zwischen sowjetischen Mietskasernen, hochherrschaftlicher Kolonialarchitektur und modernen Wolkenkratzern, schroffen Bergen, Steppen und ölverseuchten Stränden erstaunlich wohl. Aber davon abgesehen: Ich reise nicht gerne. Ich hasse Kofferpacken (ich stehe jedesmal beim Ankommen davor und frage mich, was mich geritten hat, ausgerechnet den Kram einzupacken, der da aus dem Koffer quillt), ich habe verspüre nur Stress und nicht die leiseste Vorfreude, wenn ich Flug- und Hotelseiten durchforste (weswegen ich auch eine Niete darin bin, Tipps für besonders billige Flüge oder Hotels zu geben – ich bin froh, wenn ich irgendetwas Preisgünstiges irgendwo finde) und ich habe eine Botschaftsphobie, die auch online-Visaanträge umfasst.

Die Erweiterung der Reiseorganisation um Kindersitze, kindgerechte Nahrung und Spielzeug vor anderthalb Jahren hat das ganze nicht besser gemacht. Dass ich trotzdem mehr Zeit in Flugzeugen, Zügen und fremden Zimmen verbringe, als andere Menschen, liegt an der schon beschriebenen Liebe zu der Region „östlich von Istanbul“. Nicht mehr hier unterwegs zu sein, kann ich mir gerade nicht vorstellen. Und so wächst eben meine Tochter jetzt vorläufig im Südkaukasus auf.  Ich kann es kaum erwarten, dass sie für mich Armenisch dolmetschen kann. Mal sehen, welche spannenden Erkenntnisse das für diesen Blog bedeuten mag.

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