Vom Jubel zum Gedenken

Gestern die große Party, die überschäumende Freude. Heute dann das Kontrastprogramm: Genozidgedenktag, nationaler Trauertag, Erinnerung an die Opfer des Genozids an den Armenien, der heute vor 103 Jahren mit der Deportation armenischer Intellektueller aus Istanbul begann. Ich habe mich mit Reisekind in der Trage in die Menschenmengen gewagt. Gestern hatten wir noch diskutiert, wie sich dieser Tag in der Revolution gestalten würde, ob sich Serj wirklich mit Botschaftern und Katholikos am Denkmal zeigen würde, ob die Bevölkerung überhaupt hin dürfe, ob es eine Art Waffenstillstand geben würde ... Heute war alles wieder, wie es vermutlich in allen Jahren war: Menschenmassen und Polizei als respektierte Ordungskräfte. 
Trotzdem heute nur ein paar Bilder. Ich war zu viel online die letzten Tage, hatte heute zu viel Sonne, und während das Kind durch das viele Getragenwerden viel zu wenig Bewegung hatte und noch rumtobt, bin ich völlig ko. Deshalb später mehr zum Genozid und dem Gedenken.

Am Eingang zum Park des Genoziddenkmals -
mit Ararat und armenischen Fahnen

Eins ist klar: es waren viele schon wieder ausgeschlafen und nüchtern genug,
 um zum Denkmal zu gehen.


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