Gruß vom Maidan


Nach ihrer Rückkehr in die Ukraine schickte mir meine Freundin eine Reihe Bilder, die sie gemacht hat, während sie in Kiew auf den Nachtzug nach Odessa wartete. Es sind verschiedene Erinnerungsorte zum Gedenken an die Toten des Maidan. Sie hat nicht mehr dazugeschrieben, als das sie glaubt, es könne mich interessieren. Tut es auch. Ein bisschen fürchte ich, dass sie nur zeigen möchte, wie wenig organisiert und kultiviert der heutige ukrainische Staat ist, dass er solche offensichtlich eher privaten und informellen Denkmäler zulässt. Aber darüber will ich jetzt nicht nachdenken. Mir gefällt die Individualität der einzelnen Orte. Wäre schön, wenn sie so bleiben könnten, statt eines Tages von dem typischen Revolutions-Helden-Monument abgelöst zu werden. Aber bis die Verhältnisse so sind, dass es ein offizielles Gedenken mit Wachbataillon gibt, fließt wohl noch viel Wasser den Dnepr herunter. 
Vielleicht sollte ich doch über einen Ukraine-Ausflug nachdenken.





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